Gasthaus „Zur deutschen Eiche“


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Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Ländereien im Bereich der jetzigen Wald- und Wiesenstraße sowie der Straße „Siebenhäuser“ unter Kolonisten aufgeteilt worden. Daraus habe sich die „Colonie Syke“, ein zunächst eigenständiger Ort, entwickelt. 1835 richtete Wilhelm Ritterhoff auf seinem Hof einen nicht genehmigten Ausschank ein. Erst sein Sohn erhielt die erforderliche Konzession für „Ritterhoffs Gasthof“, aus dem später „Ritterhoffs Gasthaus“ und noch später das „Gasthaus zur Deutschen Eiche“ entstand. Traute Dittmann vermutet, dass der Name „Deutsche Eiche“ entstand, nachdem an der Einmündung der Okeler Straße 1863, 50 Jahre nach der Völkerschlacht, eine Eiche, die so „Friedenseiche“, gepflanzt wurde. Seinerzeit hatte die „Colonie Syke“ etwa 1.500 Einwohner, in den Sommermonaten kamen an den Wochenenden bis zu 4.000 Gäste, vorwiegend aus Bremen, um hier in der „Sommerfrische“ aufzutanken. Die „Deutsche Eiche“ war eine echte Alternative zu dem anderen großen Syker Ausflugslokal jener Zeit, dem Schützenhaus. Zwischen den Weltkriegen war die „Deutsche Eiche“ das Versammlungslokal der örtlichen NSDAP, nach dem Krieg diente es Flüchtlingen als Unterkunft, 1980 wurde das Gasthaus geschlossen. Nachdem 2008 der Dachstuhl ausgebrannt war, galt die Ruine als Schandfleck in der Stadt, bis hier 2016 die neue Seniorenresidenz errichtet wurde.
Quelle: www.kreiszeitung.de